Wer Xylmend für Online-Lernen nutzt, hinterlässt Spuren – das ist kaum zu vermeiden, sobald man mit einer Website interagiert. Aber was steckt hinter den Technologien, die unser Lernportal „mitliest“? Wie funktionieren sie, wofür sind sie nötig, und wie können Nutzerinnen und Nutzer ihre Privatsphäre im Blick behalten? In diesem Text tauchen wir tief ein in die Welt der Tracking-Technologien, speziell zugeschnitten auf Xylmend und die Anforderungen digitaler Bildung. Klar, verständlich und mit zahlreichen Beispielen – nicht nur für Technikprofis.
Unter Tracking-Technologien versteht man digitale Werkzeuge, die Informationen über das Nutzungsverhalten sammeln. Oftmals handelt es sich um Cookies, kleine Textdateien, die beim Besuch einer Website auf dem Gerät gespeichert werden. Es gibt aber auch andere Methoden, wie lokaler Speicher im Browser oder sogenannte Pixel-Tags, die beim Laden einer Seite unsichtbar eingebettet werden. Diese Technologien funktionieren entweder nur während einer Sitzung oder bleiben über längere Zeit aktiv, je nach Einsatzzweck.
Sie helfen dabei, Interaktionen zu erfassen, etwa wie oft eine bestimmte Lernseite besucht wird oder welche Aufgaben besonders beliebt sind. Die gesammelten Daten können sehr unterschiedlich sein: von technischen Details wie Browsertyp und Betriebssystem bis hin zu individuellen Präferenzen, etwa die zuletzt gewählte Sprache.
Jeder, der Xylmend nutzt, hat das Recht, über den Umgang mit seinen Daten informiert zu sein und Kontrolle darüber zu behalten. Das ist nicht nur eine ethische Frage, sondern wird auch durch Gesetze wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG) geregelt. Diese Vorschriften schreiben vor, dass Nutzerinnen und Nutzer selbst entscheiden dürfen, welche nicht-essenziellen Technologien aktiv sind.
Daten, die Xylmend über Tracking-Technologien sammelt, werden nur so lange gespeichert, wie sie für die genannten Zwecke notwendig sind. Sitzungsdaten werden in der Regel nach Beenden der Session automatisch gelöscht. Analysedaten bleiben meist für maximal 24 Monate erhalten, bevor sie anonymisiert oder vollständig entfernt werden. Nutzerinnen und Nutzer können zudem jederzeit die Löschung ihrer gespeicherten Cookies oder personenbezogenen Daten anfordern – das wird dann nach einer kurzen Bearbeitungszeit umgesetzt.
Die Sicherheit der gesammelten Daten steht bei Xylmend an oberster Stelle. Deshalb werden Datenübertragungen grundsätzlich verschlüsselt, etwa mit HTTPS. Darüber hinaus gibt es organisatorische Maßnahmen wie den beschränkten Zugriff auf besonders sensible Informationen und regelmäßige Schulungen des Teams zum Umgang mit Datenschutz. Automatisierte Prüfprozesse erkennen verdächtige Aktivitäten und sorgen dafür, dass Unregelmäßigkeiten sofort untersucht werden.
Die über Tracking-Technologien gesammelten Informationen werden ausschließlich im Rahmen des übergreifenden Datenschutzkonzepts verwendet. Das bedeutet: Nutzungsdaten werden anonymisiert statistisch ausgewertet, während persönliche Einstellungen direkt im Benutzerkonto gespeichert werden. Ein Beispiel: Wer einen Kurs abschließt, dessen Fortschritt wird im persönlichen Profil hinterlegt, während die Gesamtauswertung nur aggregiert erfolgt – also ohne Rückschluss auf einzelne Personen.
Xylmend richtet sich bei der Datenverarbeitung nach den Vorgaben der DSGVO, des TTDSG und – sofern relevant – nach spezifischen Vorschriften für Bildungsträger auf Landes- und Bundesebene. Regelmäßige Überprüfungen durch interne und externe Datenschutzexperten stellen sicher, dass alle Prozesse den aktuellen rechtlichen Anforderungen entsprechen. Sollte es gesetzliche Änderungen geben, wird das Datenschutzkonzept zeitnah angepasst und die Nutzerinnen und Nutzer informiert.
In einigen Fällen werden Daten von Xylmend auch außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verarbeitet, etwa wenn externe Analyse- oder Cloud-Dienste eingebunden sind. In solchen Situationen achtet Xylmend darauf, dass sogenannte Standardvertragsklauseln und weitere Schutzmechanismen zum Einsatz kommen. Dadurch wird sichergestellt, dass auch bei internationalen Übertragungen ein hohes Datenschutzniveau erhalten bleibt.
Xylmend verwendet verschiedene externe Dienste, um die Plattform weiterzuentwickeln und das Lernerlebnis zu verbessern. Dazu zählen vor allem Analyse-Anbieter, die aggregierte Nutzungsstatistiken bereitstellen, sowie Hosting- und Streaming-Plattformen, die Lerninhalte zuverlässig ausliefern. Auch Tools für Fehlerdiagnose und Kommunikation kommen zum Einsatz, etwa bei Live-Chats oder Feedback-Formularen.
Alle externen Anbieter, die mit Xylmend zusammenarbeiten, sind durch Auftragsverarbeitungsverträge zur Einhaltung der Datenschutzauflagen verpflichtet. Zusätzlich werden die Datenübertragungen verschlüsselt, und es gibt technische Vorkehrungen, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Bei internationalen Partnern kommen zusätzliche Schutzmechanismen wie Standardvertragsklauseln zum Einsatz, um den Datenschutz auch außerhalb der EU sicherzustellen.